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Blick über Waiblingen
Wissenswertes

Waiblingen ist Kreisstadt des Rems-Murr-Kreises und liegt etwa zehn Kilometer von der Landeshauptstadt Stuttgart entfernt. Das Stadtgebiet besteht aus der Kernstadt Waiblingen und den Stadtteilen Beinstein, Bittenfeld, Hegnach, Hohenacker und Neustadt, die erst im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliedert wurden. Im Jahr 2009 lebten in Waiblingen 52776 Einwohner.

Die Wirtschaft im Rems-Murr-Kreis ist geprägt von einem hohen Anteil innovativer mittelständischer Betriebe. Weltmarktführer wie Stihl (Motorsägen), Kärcher (Reinigungsgeräte) und Bosch (Verpackungstechnologie) haben hier ihren Firmensitz. Die Branchen Maschinenbau und Telekommunikation, die Fahrzeug-Zulieferindustrie sowie die Steuerungs- und Zuführtechnik mit ihrer ausgeprägten Exportorientierung haben herausragende Bedeutung.

Waiblingen bei Nacht

Einen guten Überblick über die Stadt bieten der  Hörnleskopf (426 m NN), der Hochwachtturm und der Sörenberg. Ein Rundgang durch die Waiblinger Innenstadt bietet viele historische Sehenswürdigkeiten. Zum Verweilen bietet sich insbesondere der Apotheker-Garten an, den sie erreichen, in dem sie im Park über die Brücke gegenüber des Bürgerzentrums gehen und sich dann links halten.

Ein Fachwerkhaus bei der Galerie Stihl
Die Galerie Stihl

Flankiert von Waiblingens historischer Stadtmauer, direkt am Ufer der Rems gelegen, liegt die im Mai 2008 eröffnete die städtische Galerie Stihl Waiblingen. Sie liegt in unmittelbarer Nähe des Bürgerzentrums, in dem das Forum Lokaljournalismus stattfindet und bietet einen würdigen Ort für dessen Eröffnung.

Der Name der Galerie würdigt eine großzügige Spende der Eva Mayr-Stihl Stiftung, welche den Bau der Galerie ermöglichte, und verweist gleichzeitig auf die Trägerin der Institution, die Stadt Waiblingen. Zusammen mit der in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Kunstschule Unteres Remstal bildet die Galerie ein kulturelles Zentrum zwischen der historischen Stadtmauer und dem Ufer der Rems. Die städtische Galerie Stihl Waiblingen legt ihren Schwerpunkt auf das Ausstellen von Arbeiten auf Papier und zeigt drei Wechselausstellungen pro Jahr. Das Ausstellungsangebot reicht von der klassischen Zeichnung über Comic oder Bildergeschichte bis zur angewandten Zeichnung. Das Architektur-Ensemble aus Galerie Stihl Waiblingen und Kunstschule Unteres Remstal des Stuttgarter Architekten Hartwig N. Schneider wird im Deutschen Architektur Jahrbuch 2009/10 zu den 26 besten Bauten in und aus Deutschland gezählt. Verbunden mit dieser Auszeichnung ist eine Präsentation im Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt, die alle im Jahrbuch als herausragende architektonische Leistungen gewürdigten Bauten vorstellt. Die Ausstellung läuft von 14. November 2009 bis 17. Januar 2010.
Impression aus der aktuellen Ausstellung Galerie Stihl
Die aktuelle Ausstellung

Anliegen der aktuellen Ausstellung „Einrichten. Leben in Karton“ ist es, die Besucher mit verschiedenen Aspekten des sich Einrichtens und des Lebens mit dem Material Papier vertraut zu machen.  Dabei werden die facettenreichen formalen und ästhetischen Möglichkeiten von Wohnobjekten und Architekturen aus Papier/Karton sowie historische, soziologische und gesellschaftliche Dimensionen, welche zur Gestaltung der eigenen Umgebung mit diesen Materialien führen, erfahrbar werden. Hier finden Sie ein Video über die aktuelle Ausstellung >> zum Video

Die Herstellung von Möbeln aus den Materialen Papier und Karton erlebte in den 1960er Jahren einen ersten Höhepunkt. Kartonmöbel standen für ein neues Lebensgefühl, setzten sich von überkommenen Werten ab und trugen neuen Wohnformen Rechnung. Seit den 1980er Jahren rückte Papier als umweltverträgliches Material in den Fokus einer der Nachhaltigkeit verpflichteten Gestaltung. Der zunehmend präsente Gedanke des ökologischen Wohnens und Bauens sowie Innovationen in der Papier und Karton verarbeitenden Industrie erweiterten die gestalterischen Möglichkeiten und führten zu architektonischen Experimenten, die in Bauten wie dem gänzlich aus Papier errichteten Japanischen Pavillon auf der EXPO 2000 (Shigeru Ban/Frei Otto) kulminieren. Ein weiterer wesentlicher Aspekt des Lebens in Karton sind Notbehausungen. Ab den 1990er Jahren werden nach Naturkatastrophen Unterkünfte aus Karton zum temporären Schutz eingesetzt. Behausungen aus Karton, die gegen Kälte und vor Schmutz schützen und eine minimale Privatsphäre schaffen können, prägen darüber hinaus das Leben vieler Obdachloser.

Die Ausstellung umfasst Exponate von Stararchitekten wie Frank O. Gehry und Shigeru Ban, Designikonen wie das erste seriell gefertigte Pappmöbel von Peter Raacke, aktuelle Einrichtungsobjekte renommierter Designer, aber auch Notunterkünfte sowie Künstlerfotografien zum Thema Obdachlosigkeit. Sie wurde von Dr. Petra Oelschlägel, Kustodin der Städtischen Galerie Villa Zanders in Bergisch Gladbach, entwickelt und wird für den Ausstellungsraum der Galerie Stihl Waiblingen mit inhaltlichen Erweiterungen insbesondere in den Bereichen Architektur und Licht neu konzipiert.

Öffnungzeiten und Eintritt

Dienstag bis Sonntag von 11:00 bis 18:00 Uhr
Donnerstag bis 20:00 Uhr, Montag geschlossen
Freitag 14:00–18:00 Uhr ist der Eintritt in die Galerie frei, ansonsten kostet ein Ticket für Erwachsene sechs Euro, in Gruppen ab zehn Personen4 Euro.
Für ausgewiesene Teilnehmer des Forums Lokaljournalismus ist der Eintritt in die Galerie Stihl kostenlos.